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Grund für das Durchfallen im mündlichen Steuerberaterexamenmündliche Steuerberaterprüfung

Der häufigste Grund für das Durchfallen im mündlichen Steuerberaterexamen

Und welchen Einfluss der Kurzvortrag wirklich auf deine Erfolgschancen hat

Fabian Mantsch

Fabian Mantsch

4min

Wahrscheinlich halten mich einige Leser*innen jetzt für verrückt.
Aber ich sage es trotzdem ganz klar:

👉 Warte mit dem fachlichen Lernen für die mündliche Steuerberaterprüfung, bis deine schriftlichen Ergebnisse da sind.
👉 Beginne aber spätestens Ende November konsequent mit deinem Präsentationstraining.

Denn genau hier liegt der häufigste – und zugleich vermeidbarste – Grund für das Durchfallen im mündlichen Steuerberaterexamen.

Wenn die Ergebnisse kommen, kippt die mentale Lage

Kurz vor Weihnachten gibt es jedes Jahr eine verfrühte „Bescherung“:
Die ersten Bundesländer (klassischerweise Schleswig-Holstein) verschicken die Ergebnisse der schriftlichen Steuerberaterprüfung.

Spätestens dann bekommt das mündliche Examen plötzlich eine neue Aufmerksamkeit. LinkedIn füllt sich mit Beiträgen, Glückwünschen und ersten Terminankündigungen. Und bei vielen Kandidat*innen kippt die Stimmung.

Denn die Phase nach der schriftlichen Prüfung ist mental schwierig:

  • Erschöpfung aus der monatelangen Vorbereitung

  • Unsicherheit über das Ergebnis bei gleichzeitig sinkender Motivation

  • kaum emotionale Energie für einen erneuten Lernmarathon

Genau deshalb ist eines wichtig zu verstehen.

👉 Der Einstieg in die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung funktioniert völlig anders als beim schriftlichen Examen.

Warum „fachliches Lernen“ am Anfang kaum relevant ist

Viele Prüflinge machen den gleichen Fehler. Sie versuchen, die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung wie eine zweite Freistellungsphase zu behandeln.

Das ist weder nötig noch sinnvoll.

  • Du brauchst kein Lernpensum wie vor der schriftlichen Prüfung

  • Das Schreiben von Aufgaben oder Klausuren spielt keine Rolle mehr

  • Reines Fachpauken entscheidet nicht über Bestehen oder Nichtbestehen

Was stattdessen zählt, ist etwas völlig anderes.

Der Kurzvortrag setzt den Ton für den gesamten Prüfungstag

Sicher den Kurzvortrag in der mündlichen Steuerberaterprüfung meistern

Der Kurzvortrag ist der Startpunkt deiner mündlichen Steuerberaterprüfung.
Und dieser Start wirkt weit über diese 10 Minuten hinaus.

Er entscheidet:

  • über dein eigenes Gefühl für den weiteren Verlauf des Tages

  • über das erste Bauchgefühl der Prüfer*innen

  • über die Grundstimmung in der Prüfungssituation

Gelingt dir der Kurzvortrag souverän, ruhig und strukturiert, startest du:

  • mit Selbstvertrauen

  • mit innerer Ruhe

  • mit einem psychologischen Vorteil, der dich durch den gesamten Prüfungstag trägt

👉 Der Kurzvortrag ist kein isolierter Prüfungsteil – er ist der emotionale Rahmen für alles, was danach kommt.

Warum Kommunikation im Fokus der mündlichen Prüfung steht

Steuerberater*innen sind ein zentraler Bestandteil unseres gesellschaftlichen Systems. Sie kommunizieren täglich mit Mandant*innen, Finanzbehörden und Gerichten. Genau deshalb prüft die mündliche Steuerberaterprüfung nicht nur Wissen, sondern vor allem Verständlichkeit, Struktur, Auftreten und besonders die Kommunikationsfähigkeit. Und genau diese Kompetenzen werden im Kurzvortrag besonders sichtbar.

Der häufigste Durchfallgrund: Eine gefährliche Kombination

Besonders kritisch wird es für Kandidat*innen, die selbst davon ausgehen, die schriftliche Prüfung „gerade so“ bestanden zu haben.

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Denn das bedeutet häufig, dass sie eine knappe Vornote und einen frühen Prüfungstermin haben.

Diese beiden Faktoren kannst du nicht beeinflussen.

Was dann oft hinzukommt – und genau hier liegt das Problem:

  • eine zu späte Vorbereitung auf den Kurzvortrag

  • Unsicherheit im Auftreten

  • ein schwacher erster Eindruck

👉 Die Kombination aus knapper Vornote und unsicherem Kurzvortrag ist der häufigste Grund für das Durchfallen im mündlichen Steuerberaterexamen.

In dieser Situation stehen Prüflinge von Beginn an „mit dem Rücken zur Wand“.
Die Prüfungskommission ist dann gezwungen, besonders genau hinzuschauen – schließlich muss sie die fachliche und persönliche Eignung für den Berufsstand feststellen.

Warum du oft zuerst gefragt wirst und was das wirklich bedeutet

Viele Kandidat*innen empfinden es als zusätzlichen Druck, dass sie häufig als Erster antworten müssen. Das wird oft falsch interpretiert.

Denn:
👉 Die Prüfer*innen geben dir bewusst zuerst die Frage, damit du die Möglichkeit hast, sichere Punkte („Fußgängerpunkte“) einzusammeln, bevor andere Prüflinge antworten.

Das Ziel ist nicht, dich unter Druck zu setzen, sondern dir eine Chance zu geben. Wer diese Situation jedoch mit Unsicherheit und Nervosität betritt, empfindet sie als Dauerstress.

Was du beeinflussen kannst – und was nicht

Zusammengefasst gilt:

Nicht beeinflussbar

  • knappe Vornote

  • früher Prüfungstermin

Voll beeinflussbar

  • dein Auftreten samt deinem souveränen Präsentationsstil

  • dein erster Eindruck

  • die Wirkung deines Kurzvortrags

Und genau hier solltest du deine Energie investieren.

Warum Präsentationstraining der Gamechanger ist

In einem anderen Blog-Artikel erklären wir dir ausführlich:

  • worauf es beim Präsentieren wirklich ankommt

  • warum die sogenannten „5 P’s“ dabei entscheidend sind

  • wie du auch ohne perfektes Fachwissen einen starken Eindruck hinterlässt

Dieser Ansatz hat bereits:

  • zahlreichen Prüfungsanwärter*innen ein Sonderlob des Prüfungsausschusses eingebracht

  • uns bei Taxpeer mehrfach zu vierstellig dotierten Pitchpreisen im Steuerkontext verholfen

Und das, obwohl die breite Gesellschaft Steuern am liebsten nichts mit dem Thema Steuern zu tun haben möchte.

👉 Wenn Präsentation über Steuern vor fachfremdem Publikum funktioniert, funktioniert sie auch vor einer Prüfungskommission.

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